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Neutorgasse

Büro- und Wohnhaus, Wettbewerb 1. PREIS

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Projektdaten:

Planungsbeginn: Oktober 2005

Fertigstellung: Juni 2012

AuftraggeberIn: Immorent AG
Planung: RATAPLAN-Architektur ZT GmbH
Nettonutzfläche: ca. 10.000 m2

Projektbeschreibung:

In der Wiener Innenstadt, dem 1. Wiener Gemeindebezirk, plante RATAPLAN auf der Fläche von ehemals drei Gebäuden ein Büro- und Wohn- und Geschäftshaus. Der Projektentwickler (IMMORENT AG) wollte einen optimalen Nutzungsmix für den außergewöhnlichen Standort.

Städtebauliche Einordnung:
Die städtebauliche Leitidee besteht aus dem Verschwenken des Neubaus hinter ein zu erhaltendes Bestandsgebäude, welches funktional mit dem Neubau verbunden wird. Durch das Zurückschwingen des Baukörpers entsteht eine platzartige Straßenerweiterung. Gleichzeitig wird der Außenbezug für die Wohnungen und Büros optimal hergestellt. Der städtebauliche Maßstab der benachbarten Gründerzeitbauten wird aufgenommen, die Struktur der ehemals drei Grundstücke bleibt trotz einer gemeinsamen Bebauung im Straßenzug erhalten.

Nutzung:
Im Erdgeschoss befinden sich Geschäftsflächen, in den drei darüber liegenden Stockwerken Büroflächen. Die durch den Schwung verlängerte Fassade verfügt über mehr Fensterfläche zur Straßenseite – der attraktiven Schauseite für die repräsentativen Büros. Dadurch wird auch eine bessere Belichtung der Arbeitsplätze erreicht. Die Grundrisse sind bewusst flexibel für zukünftige Nutzerwünsche gehalten. In den obersten Etagen entstehen auf rund 4.800 m2 Wohnungen mit gehobener Ausstattung.

Fassade:
Die Fassade ist als neues Merkmal im Stadtraum zu verstehen, das durch die Tiefe der Konstruktion und die Struktur des Materials den Stil der stark gegliederten Fassaden der Umgebung neu interpretiert.
Der Sonnenschutz besteht aus motorgesteuerten Drehschiebelamellen aus polyspektral beschichteten Edelstahlstreckmetall. – Wie ein Vorhang schwingen sich die faltbaren und seitlich verschiebbaren Sonnenschutzelemente aus Streckmetall über die Hausfassade und reichen bis hinter den Altbau. Die Faltschiebeläden werden von den BenutzerInnen individuell bedient und können zur Gänze auf- bzw. zugefaltet werden. Durch die individuell zu öffnenden Lamellen ergibt sich im Tagesverlauf ein Wechselspiel zwischen dem transluzenten Sonnenschutz u. der färbigen Hauptfassade.
Die Kontur der Fassade ist die Dominante der Gestaltung und betont die Traufhöhe und den Sockel. Die Tiefe der Fassade bei geöffneten Sonnenschutz-Elementen interpretiert die reiche Gliederung der benachbarten Gründerzeitfassaden.
Der lichtdurchlässige Kubus belebt mit den Sonnenschutzelementen aus Streckmetall sowohl tagsüber als auch nachts den Außenraum: am Tag glitzert er in der Sonne und in der Nacht strahlt er wie ein Kristall.

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